Zusammenfassung
Das Weingut Rings aus Freinsheim zählt zu den gefeierten Aufsteigern der Pfalz. Geführt von den Brüdern Steffen und Andreas Rings, hat sich das Familiengut innerhalb weniger Jahre in die erste Reihe der deutschen Weinwelt gearbeitet. Auf rund 45 Hektar entstehen zwei Weintypen auf höchstem Niveau: kraftvoll-mineralische, trockene Rieslinge als Große Gewächse und ein international beachteter Spätburgunder (Pinot Noir). Seit 2015 ist Rings Mitglied im VDP, seit 2017 arbeitet das Gut ökologisch zertifiziert. Der renommierte Weinführer Eichelmann bezeichnet die Weine als „Weltklasse".
Geschichte
Die Wurzeln des Guts reichen in das Jahr 1960 zurück. Den Namen Rings trägt das Weingut seit 1976, als Traudel und Willi Rings den Betrieb übernahmen und neben den Reben zunächst auch Obstbau betrieben. Der eigentliche Aufstieg begann mit der nächsten Generation: Ab 1993 wurden die ersten Weine unter eigenem Etikett vermarktet.
Die entscheidende Wende kam mit Steffen Rings, der 2001 die Leitung übernahm und mit fundierter önologischer Ausbildung und großem Ehrgeiz seinen ersten eigenen Jahrgang keltern konnte. Im selben Jahr startete er das Projekt „Kreuz", eine Hommage an die großen Rotweine von Bordeaux. 2008 stieg sein Bruder Andreas Rings in den Betrieb ein und verstärkte vor allem die Arbeit im Weinberg. Gemeinsam formten die Brüder das Gut zu einer Adresse, die heute regelmäßig Spitzenplätze belegt – etwa beim Deutschen Rotweinpreis. Die Aufnahme in den VDP im Jahr 2015 bestätigte diesen Aufstieg.
Lage & Terroir
Rings liegt in Freinsheim in der nördlichen Mittelhaardt, jenem Herzstück der Pfalz, das für einige der besten trockenen Weine Deutschlands steht. Das Klima ist mild und sonnenverwöhnt; der Haardtrand als östlicher Ausläufer des Pfälzerwaldes schützt die Reben vor Wetterextremen und schenkt ihnen lange, warme Reifephasen.
Entscheidend ist die Vielfalt der Böden. Neben Löss und Lehm prägen vor allem Kalkstein und Kalkmergel sowie sandiger Kies und Buntsandstein die besten Lagen. Der berühmte Kallstadter Saumagen etwa ruht auf kalkreichem Untergrund, der den Rieslingen Kraft, Salzigkeit und eine straffe Struktur verleiht. Diese kleinräumige geologische Vielfalt erlaubt es dem Gut, sowohl mineralische Weißweine als auch dichte, tiefgründige Spätburgunder aus jeweils passenden Lagen herauszuarbeiten.
Stil & Philosophie
Der Anspruch der Brüder Rings ist es, die Herkunft jeder einzelnen Lage möglichst klar in den Wein zu bringen. Grundlage dafür ist die Arbeit im Weinberg: Seit 2017 wird das Gut ökologisch (bio) bewirtschaftet, mit gesunden Böden, niedrigen Erträgen und sorgfältiger Handlese. Im Keller setzen die Rings auf spontane Gärung, langes Hefelager und einen zurückhaltenden Ausbau, der die Frucht nicht überdeckt.
Beim Riesling entstehen so trockene Weine mit dichtem Körper, feiner Mineralität und großem Reifepotenzial. Beim Spätburgunder – dem deutschen Namen für Pinot Noir – arbeiten die Brüder burgundisch inspiriert: Ganztraubenanteile, Ausbau im Holzfass und Barrique ergeben dichte, elegante Rotweine mit feinem Tannin. Ergänzt wird das Sortiment durch Weißburgunder sowie durch Bordeaux-inspirierte Cuvées rund um das Projekt „Kreuz", in die auch Cabernet Sauvignon einfließt.
Bekannte Lagen & Weine
Das Sortiment ist klar gestaffelt: von zugänglichen Gutsweinen über Ortsweine bis zu den Großen Gewächsen aus den VDP.Großen Lagen. Zu den wichtigsten Lagen des Guts zählen:
- Kallstadter Saumagen – legendäre Kalklage, Basis für einige der besten trockenen Rieslinge des Guts
- Ungsteiner Weilberg – klarer, präziser Riesling mit Zitrusnoten und großer Länge
- Kallstadter Annaberg – Große Lage für Riesling und Spätburgunder
- Felsenberg in Leistadt – Große Lage mit besonderer Mineralität
- Forster Ungeheuer – kraftvoll und würzig
- Steinacker, Nußriegel und Leistadter Kalkofen – Erste Lagen, unter anderem für Spätburgunder
Diese Weine gehören regelmäßig zu den höchstbewerteten der Pfalz – sowohl beim Riesling als auch beim Rotwein.
Auszeichnungen
Seit dem Generationswechsel sammelt Rings konstant Bestnoten in den führenden Weinführern (Eichelmann, Falstaff, Gault&Millau). Der Weinführer Eichelmann bezeichnet das Gut als „Weltklasse", und beim Deutschen Rotweinpreis belegen die Brüder mit ihren Spätburgundern regelmäßig Spitzenplätze. Damit steht Rings heute exemplarisch für die neue Generation der Pfalz: ein Familiengut, das trockenen Riesling und deutschen Pinot Noir gleichermaßen auf Weltniveau bringt.
