Zusammenfassung
Das Weingut Emrich-Schönleber in Monzingen zählt heute zu den bekanntesten und höchstbewerteten Adressen der Nahe. Auf rund 20 Hektar – überwiegend Riesling – entstehen kompromisslos präzise, filigrane Weine aus den großen Lagen des oberen Nahetals. Was das Gut unverwechselbar macht, ist seine Handschrift: kristallklare, mineralisch geprägte Rieslinge, die von trockenen Großen Gewächsen bis zu edelsüßen Prädikatsweinen reichen und für ihre Feinheit und Reifefähigkeit gefeiert werden. Vater und Sohn, Werner und Frank Schönleber, haben das Gut gemeinsam an die absolute Spitze der deutschen Weinwelt geführt – 2024 gekrönt mit der Auszeichnung als „Winzer des Jahres".
Geschichte
Die Wurzeln des Guts reichen weit zurück: Schon seit etwa der Mitte des 18. Jahrhunderts betreibt die Winzerfamilie in Monzingen Weinbau. Über viele Generationen blieb der Betrieb ein solides, aber eher regional bekanntes Weingut im oberen Nahetal.
Den entscheidenden Sprung an die deutsche Spitze verdankt das Gut Werner Schönleber, der den Betrieb konsequent auf Qualität ausrichtete, in die besten Lagen investierte und die Erträge zugunsten von Präzision und Ausdruck zurückführte. Rund 1994 wurde das Gut in den VDP aufgenommen – ein Ausweis für die schnell wachsende Reputation. Seit 2005 ist Sohn Frank Schönleber im Betrieb und hat die Verantwortung für Weinberg und Keller Schritt für Schritt übernommen. Vater und Sohn führen das Gut heute gemeinsam und haben den Ruf von Emrich-Schönleber als eine der ersten Adressen Deutschlands weiter gefestigt.
Lage & Terroir
Emrich-Schönleber liegt in Monzingen im oberen Nahetal – einer Region zwischen Rhein und Mosel, die für mineralische, kühl-präzise Weißweine bekannt ist. Das Klima ist vergleichsweise trocken und sonnig, die geschützte Tallage sorgt für ausgeglichene Reifebedingungen und lange Vegetationsperioden, die den Rieslingen ihre Feinheit und Spannung verleihen.
Prägend ist vor allem die geologische Vielfalt der Spitzenlagen. Der Monzinger Halenberg ist von Blauschiefer und Quarzit durchzogen und bringt straffe, tiefgründige und langlebige Rieslinge hervor; er gilt als eine der besten Lagen der gesamten Nahe. Das benachbarte Frühlingsplätzchen liefert auf sandig-verwittertem Boden etwas zugänglichere, aromatisch feine Weine. Diese kleinräumige Vielfalt erlaubt es dem Gut, aus jeder Lage einen unverwechselbaren Charakter herauszuarbeiten.
Stil & Philosophie
Der Stil von Emrich-Schönleber ist auf Präzision und Feinheit ausgerichtet. Die Rieslinge sind kristallklar, mineralisch und von großer Spannung – nie laut oder überladen, sondern von einer filigranen, fast schwerelosen Eleganz. Sorgfältige Arbeit im Weinberg, konsequente Selektion und behutsamer Ausbau im Keller stehen im Mittelpunkt; im Vordergrund steht immer der Ausdruck der jeweiligen Lage.
Das Sortiment reicht von zugänglichen, trockenen Gutsrieslingen über Ortsweine bis zu den Großen Gewächsen aus Halenberg und Frühlingsplätzchen. Dazu kommen edelsüße Prädikatsweine – Spätlesen und Auslesen von großer Finesse, die zu den gesuchtesten der Region zählen. Ergänzt wird das Programm durch Grauburgunder und Weißburgunder, die auf der Nahe zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Bekannte Lagen & Weine
Das Sortiment ist klar gestaffelt: von zugänglichen Gutsweinen über Ortsweine bis zu den Großen Gewächsen aus den besten Lagen. Zu den berühmtesten Lagen und Weinen des Guts zählen:
- Monzinger Halenberg (VDP.Große Lage) – Blauschiefer und Quarzit; gilt als eine der besten Lagen der Nahe
- Monzinger Frühlingsplätzchen (VDP.Große Lage) – aromatisch fein und elegant
- Niederberg (VDP.Erste Lage) – präzise und mineralisch
- Riesling Große Gewächse aus Halenberg und Frühlingsplätzchen – die Aushängeschilder des Guts
- Halgans – der zugängliche Einstiegs-Gutsriesling
Diese Weine gehören regelmäßig zu den höchstbewerteten Rieslingen Deutschlands.
Auszeichnungen
Seit Jahren sammelt Emrich-Schönleber Bestnoten in den führenden Weinführern: rund 4,5 von 5 Trauben bei Gault&Millau und rund 5 Sterne bei Eichelmann gehören zur Regel. Der Höhepunkt kam 2024, als Werner und Frank Schönleber von Gault&Millau als „Winzer des Jahres" ausgezeichnet wurden. Das Gut zählt seit Langem zur ersten Reihe der deutschen Spitzenweingüter und hat maßgeblich dazu beigetragen, den Ruf der Nahe als Herkunft filigraner, mineralischer Spitzenrieslinge zu prägen.
